Der Ort Maxlrain - lebendige Tradition
im Herzen Oberbayerns

Direkt bei Bad Aibling im oberbayerischen Voralpenland und nur ca. 60 km südlich von München liegt der kleine Ort Maxlrain. Die Alpenkulisse mit dem Wendelstein bildet den Hintergrund für das weitläufige Areal des Renaissance-Schlosses von Maxlrain, dem Wahrzeichen eines einmaligen Ensembles. Wunderbare Wander- und Radwege, der wohl schönste Golfclub Deutschlands und natürlich die kulinarischen Schmankerl in den gemütlichen Biergärten der Schlosswirtschaft und des Bräustüberls machen den Ausflug eines jeden Besuchers zu einem Erlebnis.

Maxlrain hat sich in den vergangenen Jahren zu einem lebendigen Veranstaltungsort entwickelt mit hochkarätigen Ereignissen, wie der ADAC Bavaria Historic, dem Oldtimer-Treffen an Fronleichnam mit über 20.000 Besuchern, den Ritterspielen oder den großen Sommer-Openair-Konzerten auf der Schlosswiese. Die bayerische Kultur steht u.a. beim traditionellen Hopfazupfafest oder dem Morgentanzl im Mittelpunkt. Der Maxlrainer Kultursommer bietet seit 10 Jahren für regionale Künstler unterschiedlichster Ausrichtung eine Plattform. Aber was wäre Maxlrain ohne seine Brauerei? Die 15 handwerklich hergestellten Bierspezialitäten der Schlossbrauerei genießen bei Bierkennern weit über den Landkreis Rosenheim hinaus einen hervorragenden Ruf.

Die Geschichte von Maxlrain

Im alten Sundergau lag, von dichten Wäldern umgeben, die Veste Maxlrain, das Stammschloß des berühmten Geschlechtes gleichen Namens. Der Sage nach soll Kaiser Karl der Große der Erbauer sein, urkundlich belegt war es wohl ein Ritter Podalunc, der sich nach diesem Schlosse nannte. Im Jahre 804 stellten er und sein Sohn Reginhart ihren Besitz unter den Schutz der Domkirche zu Freising, um es als Lehen des Bischofs in die Reichsordnung einzufügen.

Die Maxlrainer erlangten im 15. Jahrhundert ihre größte Blüte und walteten als Reichsgrafen von Maxlrain und Hohenwaldeck bis Miesbach und Schliersee. In den alten Turnierbüchern findet man noch diesen urbairischen Namen.

1580 fiel das Schloß einem großen Brand zum Opfer, nur die Kapelle blieb bestehen und bildete den Kern des neuen Schlosses, welches in acht Jahren wieder aufgebaut wurde. Wieder mit hohem "gotischem" Dach, nun aber an allen vier Seiten von Zwiebeltürmen begrenzt. In den 20er Jahren des 18. Jahrhunderts schmückte die Kapelle und verschiedene Salons im Schloss der berühmte Wessobrunner Johann Baptist Zimmermann mit seinen leichten Rokokostuckaturen und Fresken.

Die Reichsgrafen von Maxlrain erloschen anno 1734, der letzte Graf Johann Joseph Veit von Maxlrain starb als Fürstbischof am Chiemsee. Seine Tochter heiratete einen Grafen von Satzenhofen, deren Tochter einen Grafen Lamberg. Aus dieser Zeit finden sich im Maxlrainer Wald noch Grenzsteine mit den Initialen der Familie.

Um 1730 erwirkte die Gräfin vom Kurfürsten Max Joseph III. die Erlaubnis, braunes Bier zu brauen, indem sie nachwies, dass die braune Brauhaus-gerechtigkeit schon seit mehr als 100 Jahren in Maxlrain exerziert worden sei.

1870 schließlich erwarb der berühmte Adlerjäger Max Graf von Arco-Zinneberg Maxlrain für seinen Sohn Ludwig, der mit seiner ersten Frau, einer Gräfin Schaesberg, den Ostflügel und mit seiner zweiten Frau, einer Prinzessin Lobkowicz aus Böhmen, den Westflügel hinzufügte und auch die Brauerei neu an der jetzigen Stelle errichtete.

1936 erwarb Leo Graf von Hohenthal und Bergen Maxlrain. Trotz seiner Tüchtigkeit führte das Leben für ihn große Härte im Schild, fielen doch sein erster Sohn Adolf und sein zweiter Sohn Wilhelm dem zweiten Weltkrieg zum Opfer, und als wäre dies nicht genug, verunglückte sein jüngster Sohn Peter 1970 beim Sicherheitstraining auf dem Nürburgring.

1982 heiratete seine Enkelin Christina Dr. Erich Prinz von Lobkowicz. Mit sechs Kindern gesegnet obliegt ihnen heute die Sorge um Maxlrain.

1986 konnten sie mit großer Freude das 350-jährige Jubiläum der Brauerei feiern, die nach dem Motto "klein und fein" in ihrem direkten Umkreis hervorragende, frische Bierspezialitäten darbietet. In dieser Bescheidung liegt auch heute noch das Geheimnis der hohen Qualität aller Maxlrainer Bierspezialitäten.