Die Reichsgrafen von Maxlrain erloschen anno 1734, der letzte Graf Johann Joseph Veit von Maxlrain starb als Fürstbischof am Chiemsee. Seine Tochter heiratete einen Grafen von Satzenhofen, deren Tochter einen Grafen Lamberg. Aus dieser Zeit finden sich im Maxlrainer Wald noch Grenzsteine mit den Initialen der Familie. Um 1730 erwirkte die Gräfin vom Kurfürsten Max Joseph III. die Erlaubnis, braunes Bier zu brauen, indem sie nachwies, dass die braune Brauhaus-gerechtigkeit schon seit mehr als 100 Jahren in Maxlrain exerziert worden sei. 1870 schließlich erwarb der berühmte Adlerjäger Max Graf von Arco-Zinneberg Maxlrain für seinen Sohn Ludwig, der mit seiner ersten Frau, einer Gräfin Schaesberg, den Ostflügel und mit seiner zweiten Frau, einer Prinzessin Lobkowicz aus Böhmen, den Westflügel hinzufügte und auch die Brauerei neu an der jetzigen Stelle errichtete. 1936 erwarb Leo Graf von Hohenthal und Bergen Maxlrain. Trotz seiner Tüchtigkeit führte das Leben für ihn große Härte im Schild, fielen doch sein erster Sohn Adolf und sein zweiter Sohn Wilhelm dem zweiten Weltkrieg zum Opfer, und als wäre dies nicht genug, verunglückte sein jüngster Sohn Peter 1970 beim Sicherheitstraining auf dem Nürburgring. 1982 heiratete seine Enkelin Christina Dr. Erich Prinz von Lobkowicz. Mit sechs Kindern gesegnet obliegt ihnen heute die Sorge um Maxlrain. 1986 konnten sie mit großer Freude das 350-jährige Jubiläum der Brauerei feiern, die nach dem Motto "klein und fein" in ihrem direkten Umkreis hervorragende, frische Bierspezialitäten darbietet. In dieser Bescheidung liegt auch heute noch das Geheimnis der hohen Qualität aller Maxlrainer Bierspezialitäten. Dr. Erich Prinz von Lobkowicz |